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Kontakt
Zentrum für Zahnheilkunde
Im Stockborn 14
63505 Langenselbold
06184 - 7750 |
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| Endodontologie
›› Patienten |
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Was
ist eine Wurzelkanalbehandlung?
Zähne bestehen außen aus dem
Zahnhartgewebe, von welchem nur ein Teil, die
Zahnkrone, in der Mundhöhle sichtbar ist.
Der andere Teil, die Zahnwurzel, verankert den
Zahn im Knochen. Das Innere des Zahnes ist u.
a. mit Nervgewebe und Blutgefäßen
ausgefüllt.
Eine Wurzelbehandlung richtet sich auf das Innere
eines Zahnes und wird immer dann notwendig,
wenn der „Zahnnerv“ und das ihn
umgebende Gewebe so erkrankt ist, dass es den
weiteren Erhalt des betroffenen Zahnes im Mund
gefährdet. Die äußeren Schichten
des Zahnes werden bei dieser Behandlung weitestgehend
erhalten. Der natürliche Bewegungsspielraum
des Zahnes im Knochen bleibt bestehen, nur die
Temperaturempfindung des Zahnes ist nicht mehr
vorhanden.
Eine Wurzelbehandlung bedeutet
also die Erhaltung des eigenen Zahnes, welcher
ohne sie verloren wäre.
Was
sind die Ursachen für eine Erkrankung des Zahnnerves?
Eine bakterielle Infektion des Nervengewebes
eines Zahnes erfolgt durch kariöse Zerstörung,
durch Eröffnung während eines Traumas,
aber auch durch kleine Kanälchen im Dentin,
die z.B. beim Knirschen oder auch bei Zahnhalsdefekten
freigelegt werden können.
Begünstigt wird eine solche Infektion durch
bereits abgestorbenes Nervengewebe, da dann
die körpereigene Abwehr nicht mehr ausreichend
funktioniert. Dies kann manchmal durch Traumatisierung
des Zahnes entstehen - durch eine Erschütterung
bei einem Unfall aber auch im Rahmen einer umfangreicheren
zahnmedizinischen Behandlung.
Eine Erkrankung des Zahnnerves
endet letztlich fast immer in einer bakteriellen
Infektion des Zahninneren und damit auch des
angrenzenden Knochens.
Woran
merke ich, dass der Nerv eines Zahnes erkrankt ist?
Grundsätzlich wird zwischen einer chronischen
und einer akuten Nerventzündung unterschieden.
Eine chronische Entzündung ist oft nur
ein Zufallsbefund im Röntgenbild, kann
sich aber darüber bemerkbar machen, dass
der Zahn bei reduzierter Abwehrlage "drückt".
Dabei kann es auch zu nicht genau lokalisierbaren
ausstrahlenden Beschwerden in der gesamten Gesichtshälfte
bis hin zu akuten Beschwerden mit Schwellungen
und sogar Fieber kommen.
Die akute Entzündung äußert
sich in Beschwerden auf Berührungsreize,
also auch beim Kauen und Schmerzen auf Temperaturreize.
Bei dieser Entzündung helfen selbst Schmerztabletten
nur kurz oder gar nicht.
Eine Erkrankung des Zahnnerves
ist im akuten Stadium eine oft sehr schmerzhafte
Infektion, die von der körpereigenen Abwehr
nicht mehr beherrscht wird.
Warum
ist eine Wurzelbehandlung notwendig und was passiert
dabei?
Aus dem Wurzelkanal werden abgestorbenes
Gewebe und Bakterien entfernt, um ein weiteres
Vordringen der Bakterien in den Knochen zu verhindern.
Dies führt zur Ausheilung oder Verhinderung
der Entstehung einer Knochenentzündung
und damit zum Erhalt des Zahnes.
Die dafür notwendige Behandlung ist sehr
zeitintensiv und bei korrekter medizinischer
Ausführung mit einem hohen instrumentellen
Aufwand verbunden.
Bei einer Wurzelbehandlung
wird erkranktes, infiziertes Gewebe aus dem
Körper entfernt.
Ist
es nicht besser den erkrankten Zahn zu entfernen?
Natürlich, dann wäre das schadhafte
Gewebe auch entfernt, aber die angrenzenden
Zähne könnten sich bewegen und den
Zusammenbiß beeinträchtigen. Grundsätzlich
gilt, dass der eigene Zahn das beste Implantat
ist!
Wird der Zahn entfernt, entsteht eine Lücke.
Damit stellt sich die Frage, wie diese Lücke
versorgt werden kann und was damit für
neue Risiken und Kosten entstehen. Bei einer
Brücke müssen oft gesunde Zähne
beschliffen werden, was dann wieder das Risiko
einer Traumatisierung dieser Zähne beinhaltet.
Das Setzen eines Implantates ist eine Operation,
die nicht selten mit einem notwendigem Knochenaufbau
verbunden ist und bei der es auch zu einer Infektion
kommen kann.
Mit der Behandlung erkrankter
Zähne nach den aktuellen wissenschaftlichen
Erkenntnissen ist ein Erhalt eines erkrankten
Zahnes unter Schonung der Nachbarstrukturen
möglich.
Wird
eine Wurzelbehandlung weh tun?
Der Zahn wird während der Behandlung
betäubt und sollte es notwendig sein, werden
Anästhesieverfahren kombiniert, um so eine
Schmerzfreiheit bei der Behandlung zu erreichen.
Mittels der modernen Behandlungsverfahren wird
der Zahn so gereinigt, dass die Infektion und
damit die Ursache der Schmerzen beseitigt ist.
Beschwerden werden uns von unseren Patienten
in der Regel weder während der Behandlung,
noch danach berichtet.
Eine Wurzelbehandlung ist
in der Regel nicht schmerzhaft.
Wie lange hält ein Zahn nach der Wurzelbehandlung?
Die voraussichtliche Lebensdauer (Prognose)
des Zahnes hängt entscheidend davon ab,
wie vollständig es gelingt, das schadhafte
Gewebe aus dem Zahn zu entfernen, sowie die
sehr feinen und engen Wurzelkanäle in der
Form so zu verändern, dass eine bakteriendichte
Wurzelfüllung erfolgen kann. Dies gelingt
in der Regel so vollständig, dass ein solcher
Zahn ein Leben lang halten kann.
Entscheidend ist auch ein bakteriendichter Verschluß
zur Mundhöhle während sämtlicher
Behandlungsschritte. Dies sollte mit der Dentin-Säure-Ätz-Technik
erfolgen, wie sie auch bei der Versorgung von
Zähnen mit modernen Kunststofffüllungen
zur Anwendung kommt.
Ein wurzelbehandelter Zahn
kann ein Leben lang in der Funktion erhalten
werden.
Bezahlt
die Krankenkasse diese aufwendige Behandlung?
Um eine vollständige Aufbereitung und
dichte Füllung zu erreichen, sind sehr
viel Zeit, Wissen und aufwendige Instrumente
bis hin zu teuren Vergrößerungshilfen
(Lupenbrille und Operationsmikroskop) notwendig.
Leider halten die gesetzlichen Krankenversicherungen
hier mit dem Fortschritt, der in den USA bereits
Standard ist, nicht Schritt. Sie bezahlen lediglich
eine "ausreichende" (SGB V §
133), aber keine gute bis sehr gute Behandlung.
Dies ist aber zwingend erforderlich, will man
einen stark zerstörten Zahn erhalten. Eine
"ausreichende" Versorgung ist selbstverständlich
auch den betroffenen Zahn zu ziehen!
Bei den privaten Krankenversicherungen gibt
es bis auf wenige Ausnahmen keine Probleme.
Wenn Sie es als Kassenpatient wünschen,
können wir, so wie es für die privat
versicherten Patienten bei uns selbstverständlich
ist, die hochwertige, über die "ausreichende
Qualität" hinausgehende Behandlung
durchführen um den Zahn zu erhalten.
Für jede Wurzelbehandlung
gilt, dass die Krankenkassen Therapieversuche
mit unklaren Erfolgsaussichten nicht bezahlen.
Auch für die Anwendung spezieller Behandlungstechniken
kommen sie in der Regel nicht auf.
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